Direkt zum Inhalt
  1. Gemeinschaft, Geschichte und stille Momente

Drei Tage im Kloster Selbitz

Gemeinschaft, Geschichte und stille Momente

Drei Tage im Kloster Selbitz – Gemeinschaft, Geschichte und stille Momente 

Vom 13.01.26-15.01.26 verbrachten die Klassen 6d und 6e gemeinsam mit ihren Klassenlehrerinnen Frau Kucharkova und Frau Schmidt sowie den begleitenden Fachlehrern Frau Butting und Herrn Töpfer drei Tage im Kloster in Selbitz. Vor Ort wurden wir von den Schwestern des Ordenshauses sehr warmherzig und freundlich empfangen, was direkt für eine angenehme Atmosphäre sorgte. 

Auch die Unterkunft trug dazu bei, dass sich alle schnell wohl fühlten: Sie war gemütlich, ruhig und einladend. Besonders das Tragen von Hausschuhen – eine kleine, aber wirkungsvolle Gewohnheit im Haus – unterstrich das Gefühl von Geborgenheit und „Ankommen“. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde konnten wir bereits am Mittagsgebet teilnehmen. Für viele Schülerinnen und Schüler war das eine neue Erfahrung, die sie als überraschend spannend und bereichernd empfanden. Insgesamt wurde die Teilnahme an den Gebeten während der gesamten Fahrt von den Kindern als gewinnbringend wahrgenommen, weil sie Einblicke in eine Lebensform ermöglichten, die im Alltag sonst kaum erlebbar ist. 

Neben den spirituellen Eindrücken spielte auch der fachliche Anteil eine wichtige Rolle. Nach dem Essen – das über die gesamte Zeit hinweg sehr positiv hervorzuheben ist – arbeiteten die Kinder an ihren Projektmappen und Heftern, da wir im Rahmen der Exkursion nicht nur religiöse Aspekte, sondern auch den historischen Hintergrund des Lebens im Kloster beleuchten wollten. Am Nachmittag sorgte ein meditativer Tanz für Abwechslung: Bewegung, Freude und ein gemeinschaftliches Erlebnis standen hier im Vordergrund – eine schöne Ergänzung zur ruhigen Klosteratmosphäre. 

Einen besonders gelungenen Abschluss des ersten Tages bildete eine Fragerunde mit zwei Schwestern des Klosters. Die Schülerinnen und Schüler stellten dabei Fragen auf ganz unterschiedlichen Ebenen – zum Alltag im Kloster, zum Glauben, zur Berufung und zur Lebensentscheidung, in einer Gemeinschaft zu leben. Die Offenheit und die ehrlichen Antworten machten diese Runde zu einem sehr eindrucksvollen Moment und ließen den langen Tag in einer ruhigen, wertvollen Stimmung ausklingen. 

Der zweite Tag begann mit einem Morgengebet, bevor die Gruppe geteilt wurde: Während ein Teil eine Führung im Ordenshaus erhielt, arbeitete der andere Teil am religiösen Thema der Psalme. Am Nachmittag wurden die Gruppen nach dem Mittagsgebet getauscht, sodass alle Schülerinnen und Schüler beide Programmpunkte erleben konnten. Dabei wurde deutlich, wie abwechslungsreich das Leben im Kloster ist – geprägt von Struktur, Gemeinschaft, Arbeit und Spiritualität. 

Natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz: In einer wunderschönen Winterlandschaft konnten die Kinder Schneemänner bauen, rodeln und Sport treiben. Gerade diese Mischung aus Aktivität und Ruhe erwies sich als besonders gelungen. Einen einprägsamen Abschluss fand der zweite Tag schließlich in der großen Kapelle des Ordenshauses: Beim gemeinsamen Gebet und dem Aufstellen von Kerzen entstand ein sehr eindrucksvoller, stiller Moment. Viele Kinder beschrieben gerade diese Erfahrung – ebenso wie die Teilnahme an den Gebeten und die gesamte Atmosphäre vor Ort – als besonders berührend und nachhaltig. Der dritte Tag war dann geprägt von Aufbruchsstimmung, Reflexionsrunde, sowie die Freude auf Zuhause.  

So ging eine Exkursion zu Ende, die vieles miteinander verband: Einblicke in eine neue Lebensform, gemeinschaftliches Lernen, historische und religiöse Perspektiven, spirituelle Einkehr und zugleich Freude, Bewegung und gemeinsames Erleben. Wir blicken dankbar auf diese Tage zurück.